Mit Kardinal Frings und Neuss verbundenen Blutzeugen aus der NS-Zeit.
(17.12.2010) Der 32. Todestag des in Deutschland und in der Weltkirche populären und unvergessenen Kardinals war für die Frings-Gesellschaft dann auch Anlass, im Anschluss an den Gedenkgottesdienst zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Theologen und Historiker Prälat Professor Dr. Helmut Moll ins Novotel einzuladen. Helmut Moll, der nach seinem Abitur am Quirinus-Gymnasium in Neuss katholische Theologie und Geschichte studierte, promovierte 1973 bei Professor Joseph Ratzinger, dem Peritus (Konzilsberater) des Kölner Erzbischofs Kardinal Josef Frings beim zweiten vatikanischen Konzil und heutigen Papst Benedikt XVI. Von 1984 bis 1995 war Professor Moll in der Römischen Kurie tätig. Seit 1993 ist er Konsultor der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und seit 1998 bei der Erzdiözese Köln für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren zuständig. Professor Moll wurde von der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Martyrologium des 20. Jahrhunderts beauftragt. Dieses Werk erhielt am 22. November 2008 den Stephanus-Preis der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen. So war denn auch das Thema des Abends die mit Josef Kardinal Frings und Neuss verbundenen Blutzeugen aus der NS-Zeit. Professor Moll stellte in seinem eindrucksvollen Vortrag die Lebensbilder dieser Märtyrer, mit der Zeitgeschichte und dem Widerstand vor. Präsident Bernd Ramakers: „Professor Moll hat uns aufschauen lassen zu Menschen, die wir als Zeugen vorbildhaften Christseins in ihrer Zeit nicht vergessen dürfen".